Dieses Lernmodul ist Teil der Informationsplattform Wer, Wie Watt?, die im Rahmen eines Umweltbildungsprojektes erstellt wurde. Die hier dargestellten Informationen wurden von Zivildienstleistenden aus dem Naturschutz im Rahmen ihrer Ausbildung zusammen getragen. Mehr über das Projekt Wer, Wie, Watt erfahren Sie hier.

Seekabel

von Jonas Tesfaegzi & Silvan Weisser,

NABU Wallnau

 

(zuletzt bearbeitet im Dezember 2006) 

 

 

Wir alle nutzen sie täglich, meist ohne es zu wissen.

Doch wozu dienen sie? Seit wann gibt es sie? Und wie funktionieren sie?

 

 

Im Zuge der voranschreitenden Globalisierung ist es notwendig, leistungsfähige Transportwege zwischen Ländern und Kontinenten zu schaffen. Mit der Verlegung von Seekabeln ist ein Weg gefunden worden, den Transport von Strom und Daten effizient zu gewährleisten.

Die Übermittlung von Daten hat durch die Telegrafie eine lange Tradition und nimmt im Zuge der rapide wachsenden Nutzung des Internets heute immer größere Dimensionen an. Das zweite bedeutende Anwendungsgebiet von Seekabeln ist die Leitung von großen elektrischen Strömen. Damit können Inseln mit ausreichend Energie versorgt, sowie überschüssige Energie in andere Länder transportiert und verkauft werden. Derzeit erhitzt vor allem die Anlandung von offshore produziertem Strom über Seekabel die Gemüter: Das gesamte deutsche Wattenmeer ist als Nationalpark ausgewiesen, sodass die Kabel diesen zwangsläufig queren müssen. Da der Bau von Transportkabeln an Land immer stärker durch Raummangel beschränkt wird und die europäischen Wirtschaftsmärkte und Energienetze immer stärker zusammen wachsen, werden Seeverbindungen auch in den kommenden Jahren verstärkt verlegt werden. (Gee et al. 2006)

In den folgenden Kapiteln versuchen wir, auf die verschiedenen Aspekte (positive sowie auch negative) der Verlegung und des Betriebs von Seekabeln einzugehen und möglichst objektiv darzustellen.

 

Inhaltsverzeichnis:
 Seekabel
1.1. Kabeltypen
2.2. Konflikte
3.4. Wärme
4. Quellen